Ein Raumfahrt-Sensationsjahr steht bevor
Freunde, es wird erlebnisreich und spannend. Das Jahr 2026 ist unglaublich dicht gepackt mit wegweisenden Momenten, mit Erstleistungen aller Art, einem halben Dutzend Mondmissionen, darunter eine bemannte Umfliegung des Erdtrabanten, bahnbrechenden kommerziellen Aktivitäten, mit interplanetaren Einsätze, den Starts neuer, hoch leistungsstarker Weltraumteleskope und noch vielem anderem mehr.
Um es halbwegs übersichtlich zu halten wollen wir uns für den Zweck dieser Vorausschau auf ein sehr gutes Dutzend dieser Ereignisse beschränken. Vieles bleibt damit leider außen vor. Also rein ins Geschehen der nahen Zukunft und in meine ganz persönliche und subjektive Auswahl.
Sechs Missionen zum Mond
2026 sind fünf unbemannte Landungen und eine bemannte Umfliegung des Erdtrabanten geplant. Jede dieser Missionen wäre in den vergangenen Jahren schon für sich alleine das Highlight des Jahres gewesen. Bei den unbemannten Flügen handelt es sich um
- Intuitive Machines IM-3. Ziel ist der Krater Reiner Gamma. An Bord befinden sich drei kleine Rover. Nach zwei nur teilweise geglückten Missionen in den Jahren 2024 und 2025 kommt nun also der dritte Versuch für IM.
- Die Blue Ghost Mission 2 von Firefly Aerospace. Bei dieser Mission wird ein Rover der Vereinigten Arabischen Emirate mitgeführt. Der Blue Ghost versucht eine Landung auf der Mondrückseite.
- Blue Origins Blue Moon Mark 1. Ziel: Der Shackleton-Krater am Südpol.
- Astrobotics Griffin 1. Ziel: Südpol. Mit einem Rover von Venturi Astrolab. Und schließlich die mit weitem Abstand leistungsfähigste Landemission des Jahres, nämlich…
- …Chinas Chang’e 7, auf den wir weiter unten noch etwas genauer eingehen.
DER Blickfang der 2026er-Mondmissionen schlechthin wird aber der erste bemannte Artemis-Flug der NASA sein. Die Artemis-II-Mission wird vier Astronauten auf einer etwa zehntägigen Reise in einer weit geschwungenen Freiflugbahn um den Mond herum befördern. Es ist dies die erste bemannte Mission der Menschheit außerhalb der erdnahen Umlaufbahn seit Apollo 17 im Jahr 1972.
Artemis-II fliegt auf dem Space Launch System (SLS) der NASA und wird vor den künftigen bemannten Mondlandungen Lebenserhaltungssysteme, Navigation und Kommunikation im Weltraum testen. Zur Besatzung gehören die NASA-Astronauten Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot) und Christina Koch (Missionsspezialist), sowie der Astronaut Jeremy Hansen (Missionsspezialist) von der Canadian Space Agency. Der Start der Mission kann frühestens am 5. Februar 2026 erfolgen.

SpaceX
SpaceX hofft, 2026 zu einem Jahr des Durchbruchs bei der Starship-Entwicklung zu machen. Das Starship soll nach Abschluss der suborbitalen Erprobungsflüge in diesem Jahr Langzeitmissionen in der Erdumlaufbahn durchführen und vor allem den Transfer von kryogenen Treibstoffen im Orbit erproben. Das ist DIE entscheidende Fähigkeit für zukünftige Missionen in den erdfernen Weltraum, wie zum Beispiel Reisen zum Mond und zum Mars sein. Während Firmengründer und CEO Elon Musk einen Startversuch in Richtung Mars schon im Jahr 2026 für möglich hält, gehe ich mit einiger Sicherheit davon aus, dass das nicht klappen wird. Weitere Entwicklungsziele beim Starship sind die Wiederverwendung beider Raumschiffelemente – dem Super Heavy-Booster und der Oberstufe, also dem eigentlichen Starship. Und auch ohne einen interplanetaren Start würde das erfolgreiche Erreichen der Umlaufbahn, der Transfer von Treibstoff im Weltraum und die schnelle Wiederverwendung von Hardware einen massiven Technologiesprung darstellen und damit den Weg für eine bemannte Artemis-Mondlandung bis gegen Ende 2028 ebnen.
Blue Origin
Blue Origin plant, seinen Blue Moon Mark 1 (MK1) – Mondlander im Frühjahr zu einer Demonstrationsmission zum Mond zu starten, wobei das Unternehmen eine Landung in der Nähe des Shackleton-Kraters am Südpol des Mondes anstrebt.
Mit einer Höhe von etwa acht Metern ist der unbemannte Lander für den Transport schwerer Fracht zur Mondoberfläche konzipiert und wird auf der New-Glenn-Rakete des Unternehmens fliegen. Der Blue Moon MK1 ist das größte jemals gebaute Mondlandegerät überhaupt. Es kann deutlich mehr Nutzlast transportieren als jedes der vom Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programm der NASA gesponserten Fahrzeuge. Bereits dieser Mark I-Lander wird die Mondlandefähren des Apollo-Programms an Größe und Leistung deutlich übertreffen. Der spätere Mark II-Lander wird etwa ab 2030 für bemannte Missionen auf dem Erdtrabanten eingesetzt.

Der Starliner
Boeings nächster Starliner-Flug, als Starliner-1 bezeichnet, ist nun als unbemannte Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) geplant. Der Start soll frühestens im April 2026 erfolgen. Die Änderung folgt auf langjährige Probleme mit dem Fluggerät, zuletzt beim ersten bemannten Flugtest im Jahr 2024, als Triebwerksprobleme das Raumschiff daran hinderten, seine Astronauten wie geplant zur Erde zurückzubringen. Die beiden Testpiloten, Suni Williams und Butch Wilmore von der NASA, musste schließlich an Bord einer SpaceX Crew Dragon-Kapsel zur Erde zurückkehren.
Anstatt Astronauten zu befördern, wird sich die Starliner-1-Mission nun auf die Validierung von Raumfahrzeug-Upgrades, das Testen der Systemleistung und die Lieferung von Fracht an das Orbitallabor konzentrieren, während Boeing und die NASA weiterhin auf die vollständige Zertifizierung des Vehikels für bemannte Einsätze hinarbeiten. Die NASA hat inzwischen den Vertrag von Boeing angepasst und dabei den Schwerpunkt auf Sicherheit und zusätzliche Tests gelegt, bevor Starliner wieder für den Personentransport freigegeben wird.
Immerhin bleibt die Starliner-1-Mission ein entscheidender Schritt zur Etablierung dieser Raumkapsel als zweites einsatzfähiges US-Besatzungsfahrzeug neben dem Crew Dragon. Ein erfolgreicher Abschluss des Fluges würde dazu beitragen, die Redundanz für die Rotation der ISS-Besatzung wiederherzustellen und Boeing der vollständigen Zertifizierung im Rahmen des Commercial Crew Program der NASA näher zu bringen. Ein wirtschaftlicher Erfolg wird dieses Raumfahrzeug aber wohl nie mehr werden, selbst wenn es zukünftig für Zubringerflüge bei der künftigen Generation kleiner privater Raumstationen eine Rolle spielen könnte.

Vast Space – Die Mini-Raumstation
Das in Kalifornien ansässige Startup Vast Space plant, Haven-1, die weltweit erste privat entwickelte eigenständige Raumstation, im Sommer 2026 zu starten.
Die aus einem Modul bestehende Station ist für bemannte Kurzmissionen von bis zu 30 Tagen ausgelegt und unterstützt Forschungsexperimente, kommerzielle Aktivitäten und Technologiedemonstrationen. Haven-1 wird an Bord einer SpaceX Falcon 9-Rakete in die Umlaufbahn fliegen. Danach sollen Astronauten in Crew Dragon-Kapseln von und zur Station reisen. Im Erfolgsfall könnte die Mission eine neue Ära kommerzieller Raumstationen dieser Art (es sind noch weitere in Entwicklung) einläuten und ab 2030 möglicherweise die ISS ersetzen.

Tianwen 2
Die chinesische Raumsonde Tianwen-2 wird im Juli den erdnahen Asteroiden Kamoʻoalewa erreichen. Das kleine Objekt wird oft als „Quasi-Mond“ bezeichnet, da seine Umlaufbahn um die Sonne der Erdbahn sehr ähnlich ist. Tianwen-2 wird Oberflächenproben sammeln, die Ende 2027 zur Erde zurückgebracht werden sollen. Diese Proben liefern Wissenschaftlern Material für die Erforschung des frühen Sonnensystems. Einige Forscher vermuten, dass der Asteroid ein Fragment des Mondes sein könnte. Nach der Probenrückführung wird Tianwen-2 seine Reise zum Hauptgürtelasteroiden 311P/PANSTARRS fortsetzen, um diesen zu erforschen.
Neutron
Rocket Lab plant den Erstflug seiner Neutron-Rakete nun etwa Mitte des Jahres und erweitert damit sein Tätigkeitsfeld im Trägerbereich deutlich über Kleinsatellitenstarts hinaus. Die rund 40 Meter hohe Neutron ist teilweise wiederverwendbar. Ihre erste Stufe kann vertikal landen, um schnelle Turn-around-Zeiten zu ermöglichen. Die Neutron soll Satellitenkonstellationen bestücken, Nutzlasten für die nationale Sicherheit transportieren und schließlich auch bemannte Missionen unterstützen. Der bevorstehende Start wird auch die innovative Nutzlastverkleidung des Unternehmens demonstrieren, die den Spitznamen „Hungry Hippo“ trägt. Diese öffnet und schließt sich im Orbit, um das Aussetzen der Nutzlast und das Bergen der Rakete zu erleichtern und unterstreicht Rocket Labs Ambitionen, mit SpaceX und anderen großen Anbietern zu konkurrieren.

Chang’e 7
Chinas Chang’e-7-Mission soll Mitte bis Ende 2026 starten und den Südpol des Mondes ansteuern, eine Region, in der Wassereis in permanent beschatteten Kratern vermutet wird. Die Mission besteht aus mehreren Raumfahrzeugen: einem Orbiter zur Kartierung der Mondoberfläche, einem Lander und einem Rover zur Erkundung und Analyse der Bodenressourcen sowie einer kleinen, hüpfenden Sonde, die auch schwieriges Gelände bewältigen kann, das für herkömmliche Rover unzugänglich ist. Ziel der Mission ist es, potenzielle Wassereisvorkommen zu lokalisieren und zu charakterisieren, Gefahren im Gelände zu bewerten und Technologien zu demonstrieren, die für Chinas zukünftige bemannte Mondflüge benötigt werden. Die Mission stellt einen wichtigen Schritt in Chinas langfristigem Plan für eine dauerhafte und bemannte Präsenz auf dem Mond dar.
Stoke Space
Stoke Space hat ambitionierte Pläne für 2026. Das Unternehmen arbeitet an der Nova-Rakete, einer zweistufigen, mittelschweren und vollständig wiederverwendbaren Trägerrakete. Basierend auf aktuellen Ankündigungen und Fortschritten erwarte ich einen ersten Orbitalflug der Nova-Rakete im Spätsommer. Gestartet wird vom Komplex 14 der Cape Canaveral Space Force Station in Florida.
Beim Erstflug wird die erste Stufe nicht gelandet. Bei späteren Testflügen wird die vollständige Wiederverwendbarkeit (einschließlich der Oberstufe) demonstriert. Sollte das klappen wird Stoke Space zusammen mit SpaceX das bislang einzige Unternehmen sein, das eine vollständige Wiederverwendbarkeit eines Trägersystems erzielt.
Hera
Die Raumsonde Hera der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) soll im November 2026 das Doppelasteroidensystem Didymos/Dimorphos erreichen, um die Folgen des Einschlags der NASA-Raumsonde DART aus dem Jahr 2022 zu untersuchen. Damals wurde die Umlaufbahn des Mondes Dimorphos um Didymos erfolgreich verändert.
Hera wird hochauflösende Kartierungen des Einschlagkraters durchführen, die Masse und die innere Struktur des Asteroiden messen und zwei Cubesats für Nahaufnahmen der Oberflächeneigenschaften und Trümmer aussetzen. Durch die Kombination dieser Daten gewinnen Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse darüber, wie kinetische Impaktoren die Flugbahn eines Asteroiden verändern können – eine Schlüsselfähigkeit für die planetare Verteidigung gegen potenzielle Bedrohungen auf der Erde und zur Validierung der von der DART-Mission demonstrierten Ablenkungstechniken.

Xuntian
Das chinesische Weltraumteleskop Xuntian, auch bekannt als Chinesisches Raumstationsteleskop (CSST), soll gegen Ende des Jahres starten. Das Observatorium verfügt über einen zwei Meter großen Hauptspiegel, der ihm eine Lichtsammelleistung verleiht, die mit der des Hubble-Weltraumteleskops der NASA vergleichbar ist – und diese in einigen Beobachtungsmodi sogar übertrifft. Xuntian wird als ultraviolett-optisches Observatorium in einer Umlaufbahn operieren, die es ihm ermöglicht, regelmäßig an die Raumstation Tiangong anzudocken, um Wartungsarbeiten, Reparaturen und Modernisierungen durchzuführen. Mit einer geplanten Mindestmissionsdauer von zehn Jahren werden die Weitfeld-Durchmusterungsinstrumente von Xuntian große Himmelsbereiche kartieren und so Studien zur Kosmologie, der Dunklen Materie und Galaxienentwicklung unterstützen

Bepi Colombo
Nach einer achtjährigen Reise mit mehreren Swing-by-Manövern an Erde, Venus und Merkur wird die Raumsonde BepiColombo von ESA und JAXA im November 2026 in die Umlaufbahn um Merkur eintreten. Während ihrer langen Reise lieferte das Raumfahrzeug wertvolle wissenschaftliche Daten und Nahaufnahmen und testete gleichzeitig ihre Instrumente in der extremen Umgebung nahe der Sonne.
Sobald BepiColombo den Merkur-Orbit erreicht hat, teilt sich die Sonde in zwei wissenschaftliche Orbiter: den Mercury Planetary Orbiter (MPO) der ESA, der die Oberfläche und das Innere des Planeten erforscht, und den Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO) der JAXA, der sich auf das starke und hochdynamische Magnetfeld des Merkur konzentriert. Gemeinsam werden die beiden Orbiter die Zusammensetzung, Geologie, die dünne Exosphäre und das Magnetfeld des Merkur untersuchen und so Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie der Planet in so geringer Entfernung zur Sonne entstanden und sich entwickelt hat.

Dream Chaser
Der Dream Chaser, das Raumflugzeug von Sierra Space, soll Ende 2026 seinen Erstflug in den Orbit absolvieren und damit nach jahrelanger Entwicklung und vielen Verzögerungen einen wichtigen Meilenstein für das wiederverwendbare Raumfahrzeug darstellen. Die unbemannte Mission wird die Fähigkeit des Dream Chaser testen, mit einer konventionellen Rakete zu starten, autonom im Orbit zu operieren und wie ein herkömmliches Flugzeug auf einer Landebahn zur Erde zurückzukehren. Der Dream Chaser ist so konzipiert, dass er einen sanfteren Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ermöglicht als kapselbasierte Raumfahrzeuge und sich daher für den Transport empfindlicher wissenschaftlicher Experimente und zeitkritischer Fracht aus dem Weltraum eignet. Das Raumflugzeug soll künftige Versorgungsmissionen zur ISS unterstützen. Sierra Space plant letztendlich auch die Entwicklung einer bemannten Version des Dream Chaser.
Und wie sieht es mit Europas Raumfahrt aus?
Hera und BepiColombo hatten wir schon erwähnt, doch sie sieht es mit weiteren Programmen und Projekten in Europa aus?
In der ersten Februarhälfte soll der Erstflug der Ariane 64 erfolgen, also der leistungsstärkeren Variante der Ariane 6, die mit vier Boostern ausgestattet sind. Dabei sollen 32 Kuiper-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert werden. Insgesamt sind sieben oder acht Missionen der Ariane 6 in beiden Versionen geplant, aber ich denke, wir können zufrieden sein, wenn es am Ende sechs werden. Dazu kommen noch fünf geplante Missionen der Vega C und eine oder zwei von den privaten Kleinträger-Entwicklern Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg. Die Spectrum-Rakete von Isar Aerospace könnte sogar schon Ende Januar starten.
Alles in allem können wir, wenn es nicht zu Fehlstarts kommt, nach vielen Jahren wieder mit mehr als zehn europäischen Orbitalstarts innerhalb eines Kalenderjahres rechnen.
Ebenfalls im Februar soll Sophie Adenot als ESA-Astronautin zur Internationalen Raumstation fliegen. Das ist der nächste bemannte europäische Langzeitflug nach Matthias Maurers Mission vor dreieinhalb Jahren.
Interessant ist auch die SMILE-Mission, ein Gemeinschaftsvorhaben der ESA und der chinesischen Akademie der Wissenschaften. SMILE steht für Solar wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer. Ihr Hauptzweck besteht darin, die dynamische Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und der Erdmagnetosphäre erstmals global und bildgebend zu untersuchen, um besser zu verstehen, wie Weltraumwetter (z. B. geomagnetische Stürme und Auroras) entsteht.
Der Start ist für das Frühjahr geplant, zwischen dem 8. April und dem 7. Mai. Gestartet wird mit einer Vega-C-Rakete von Kourou aus. Das Raumfahrzeug wiegt insgesamt etwa 2,3 Tonnen (davon 1,6 Tonnen Treibstoff), hat eine Trockenmasse von gut 700 Kilogramm und wird von zwei ausklappbaren Solarpaneelen mit bis zu 850 Watt an Strom versorgt. Es verfügt über einen Hauptmotor mit 490 Newton Leistung sowie zwölf kleinere Triebwerke für die Lageregelung und erreicht eine hoch-elliptische, stark geneigte Bahn mit einem Apogäum von fast einem Drittel der Mondentfernung. Das ermöglicht bis zu 40 Stunden Beobachtungszeit pro Umlauf. Die Mission ist Teil des ESA Cosmic-Vision-Programms.
Und schließlich noch ein weiteres Raumfahrzeug des Cosmic-Vision-Programmes, nämlich die Raumsonde PLATO. Dieses Akronym steht für PLAnetary Transits and Oscillations of stars und weist damit auf die Methode hin, mit der Planeten gefunden werden sollen.Das Raumfahrzeug ist ESAs Exoplaneten-Jäger der nächsten Generation und könnte gegen Ende des Jahres von Kourou aus mit einer Ariane 62 starten. Das Teleskop soll Tausende erdähnliche Planeten finden und deren Eigenschaften vermessen – einer der wichtigsten europäischen Wissenschaftsbeiträge zur Frage „Gibt es Leben außerhalb unseres Sonnensystems?“. Die Sonde wird auf eine heliozentrische Umlaufbahn zum Lagrange-Punkt L2 geschickt, 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.